Verdun


Unsere 10. Klassen besuchten am 26.10 die Gedenkstätten von Verdun. Anlass waren aktuelle Unterrichtsthemen verschiedener Fächer: der 1. Weltkrieg im Geschichtsunterricht, die Entstehung der europäischen Idee im Sozialkundeunterricht, die deutsch-französische Freundschaft im Französischunterricht.

Die Organisation dieses eindrücklichen Tages übernahm die Klassenlehrerin der 10 a, Frau Chapat, begleitet wurden die Klassen von Frau Schackert und Frau Holstein (Geschichte) und Frau Reiser (Sozialkunde).

Erster Halt waren die riesigen Friedhöfe. Die toten Soldaten wurden hier mit einem einfachen Kreuz und einem Namensschild beerdigt. Es gibt christliche, jüdische und muslimische Friedhofsbereiche. Manche unserer Schüler registrierten erstaunt, dass auf deutscher Seite so viele Juden kämpften und starben und auf französischer Seite auch so viel Muslime.

Die Landschaft rund um Verdun offenbart auch heute noch eindrücklich die Spuren des Krieges – 100 Jahre später. Bombenkrater und Schützengräben zerfurchen die Landschaft, über die Gras gewachsen ist. Kleine, verkrüppelte Bäume zeugen vom massiven Einsatz giftiger Substanzen. Es gibt kaum sichtbare Spuren von wegradierten Dörfern und Schilder weisen darauf hin, die Wege nicht zu verlassen, weil in der Erde immer noch ungezündete Bomben liegen.

Eingeladen wurden wir zu einer kleinen Gedenkfreier mit Herrn Michelet, dem Präsidenten des Comité de la Voie Sacrée Nationale.

Die Schüler legten an den Gräbern von 7 unbekannten Soldaten Blumen nieder und zündeten Fackeln während die Fahnenträger vom Souvenir Français die Marseillaise, die französische Nationalhymne, sangen.

Im Museum Mémorial de Verdun konnten die Schüler “hautnah” das Leiden der Soldaten, egal welcher Nation, miterleben. 

Was bleibt ist hoffentlich das Begreifen der Unsinnigkeit von Krieg und der Notwendigkeit für ein friedliches Europa einzustehen.

Fr. Reiser

Share Button